Pflaumen

Etwa im Jahr 2014 haben Nadine und Fran Mertens mit der Anlage einer Pflaumen-Plantage auf den Feldern rund um den Obsthof Mertens in Büderich begonnen.

Auf einer Fläche von rund einem halben Hektar wurden im Frühjahr 2015 rund 700 Pflaumenbäume aus insgesamt acht Sorten angepflanzt. Pflaumen sind Kulturpflanzen aus der Gattung Prunus in der Sorte der Rosengewächse. Es handelt sich um eine Steinfrucht.

Auch bei den Pflaumen haben wir die Sorten so gewählt, dass wir von Ende Juni bis Oktober – also in der klassischen Pflaumenzeit – unsere eigene Ernte in den Hofläden vermarkten können.

Nacheinander erntereif werden bis Oktober die Sorten Herman, Katinka, Opal, Cacaks Schöne, Topfive, gelbe Mirabellen, Hauszwetsche und Presenta.

Bis zum Sommer 2018 sind die jungen Bäume soweit gewachsen, dass wir jetzt jährlich den Kunden einen Ertrag bieten können, der der Nachfrage entspricht.

Pflaumensorten

  • Herman – eine frühe Sorte, die Mitte bis Ende Juli geerntet werden kann. Es handelt sich um eine relativ junge Kreuzung aus Schweden aus einer sehr schmackhaften und einer sehr widerstandsfähigen Sorte, die beide ihre besten Eigenschaften übetragen haben. Die kleinen lilanen, ovalen Zwetschgen besitzen gelbes Fruchtfleisch, das sich leicht vom Stein löst. Die Blütezeit liegt im Mai bis Anfang Juni. Die Erntezeit beginnt dann meist Mitte Juli - je nach Standort und Sonneneinstrahlung,
  • Katinka  - ist ebenfalls eine recht junge Züchtung aus Süddeutschland. Der Wuchs von Prunus domestica Katinka ist mittelstark, die Blüte ist sehr üppig. Seine Frucht ist mittelgroß, dunkelblau bis violett und hellblau bereift. Das Fruchtfleisch ist grünlichgelb, fest und aromatisch. Die Frucht lässt sich sehr gut vom Kern lösen. Das Aroma entwickelt sich ideal bei warmer Witterung, es werden grundsätzlich eher warme, spätfrostsichere Lagen bevorzugt. Genussreife ist mit Ende Juli / Anfang August eher früh. Der Ertrag von Pflaume Katinka setzt früh ein (oft schon im 1. Jahr nach der Pflanzung) und ist dann hoch und regelmäßig. Die Früchte sind wenig fäulnisanfällig, lange haltbar und werden zum Rohgenuss oder als Backfrucht verwendet.
  • Opal - eine Züchtung aus Schweden, die um 1926 in den Handel gebracht wurde und sich seitdem über ganz Westeuropa verbreitet hat. Die Früchte sind fast rund mit einem Durchmesser von 35 bis 40 mm. Die Grundfarbe ist rotviolett bis rotblau mit hellblau bereifter Deckfarbe. Das Fruchtfleisch ist gelb bis goldgelb, mittelfest, süßlich, aromatisch und gut steinlösend. Der Baum ist wenig anspruchsvoll an Standort und Klima und gilt insgesamt als sehr widerstandsfähig – auch ein guter Hausbaum
  • Cacaks Schöne – Die Sorte wurde 1961 in der Forschungsstation in Cacak (Jugoslawien) gezüchtet. Die Früchte sind länglich oval geformt und dunkelblau gefärbt. Das grüngelbe Fruchtfleisch ist fest und löst sich sehr gut vom Stein. Sein süßsäuerlicher Geschmack weist eine geringe Würze auf. Sie können meist ab Mitte August geerntet werden.
  • Topfive – diese Sorte ist deutlich nach Cacaks Schöne erntereif – eher Mitte bis Ende August. Es handelt sich um eine Tafelfrucht mit guter Backqualität. Sie hat ein gutes Aroma und ist bei Geschmackswettbewerben in der Regel vorne platziert. Ihre dunkelblauen Früchte haben ein hellgelbes Fruchtfleisch.
  • Nancy Mirabelle – ist eine Unterart der Pflaume Ihre kugeligen Früchte sind zur Reifezeit überwiegend gelb mit leichten roten und gelben Flecken. Sie haben meist einen Durchmesser von bis zu drei Zentimetern. Die Fruchtschale ist den Pflaumen nach typisch ledrig glänzend; das Fruchtfleisch hingegen ist süß und löst sich bei voller Reife der Frucht leicht vom Kern. Mirabellen reifen im August / September. Sie können roh, aber auch eingeweckt verzehrt werden.
  • Hauszwetsche - Die Hauszwetsche ist eine sehr alte Sorte und seit dem 17. Jahrhundert in Deutschland verbreitet. Die Früchte sind bis 34 mm groß und länglich/oval geformt. Sie schmecken würzig, süß und leicht herb. Das Fruchtfleisch hat zunächst eine gelbe, später eine gelblich braune Farbe. Hauszwetschen haben relativ viel Zucker, sie können sehr gut zum Backen und wegen ihres hohen Zuckergehalts auch zum Brennen verwendet werden.
  • Presenta – ist eine geschützte Sorte, die 1981 als Kreuzung entstanden ist. Meistens wird sie zum Backen verwendet, aber auch frisch gegessen. Sie ist die späteste Sorte am Markt und hat ein gelbes, süßes Fruchtfleisch mit wenig Säure. Ihr aromatischer Geschmack ähnelt dem der Hauszwetsche.